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| Tuesday, 16 October 2007 | |
Verantwortlichkeit als förderliche Bedingung für eine hohe Bewertungsqualität im ACLeistungsbeurteilungen, wie sie beispielsweise im Assessment Center vorgenommen werden, sollten zu akkuraten, d.h. „korrekten“, Bewertungen führen. Das dies leider nicht immer der Fall ist, wurde in diesem Weblog schon an der einen oder anderen Stelle angesprochen. Mero, Guidice, & Brownlee (2007) untersuchen was passiert, wenn die Bewertenden sich vor anderen verantworten müssen. Im Experiment mussten Studenten die Leistungsbeurteilung anderer Studenten (Videoanalyse) zum einen vor einer Gruppe mit höherem Status (Untersuchungsleiter), als auch vor einer Gruppe mit niedrigerem Status (die bewerteten Studenten) begründen. Dabei stellte sich unter anderem heraus, dass...
Die Ergebnisse dieser Studie können also als Argument dafür verstanden werden, dass in Assessment Centern das Top-Management integriert werden sollte. Außerdem sollten jedwede Maßnahmen, die die wahrgenommene Rechenschaftspflicht erhöhen, zu akkurateren Urteilen führen, weil die Bewertenden Personen sich dann schlicht mehr Mühe geben. Exkurs: Die wahrgenommene Rechenschaftspflicht lässt sich auch auf anderem Wege verändern. Eine interessante Möglichkeit ist die regelmäßige Rückmeldung des Ausmaßes an Bewertungsakkuratheit an alle bewertenden Beobachter bereits während eines Assessment Centers. Die technische Voraussetzung bietet die AC-Technologie KI.PAT. Quelle: Mero, M.P., Guidice, R.M. & Brownlee, A.L.(2007). Accountability in a Performance Appraisal Context: The Effect of Audience and Form of Accounting on Rater Response and Behavior. Journal of Management, Vol. 33 No.2, 223-252. Geschrieben von Stephanie Melzig |


