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Written by Stephan Holtmeier
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Tuesday, 15 July 2008 |
Zur Akzeptanz von Feedback im Development Center
Bell und Arthur untersuchen Einflussfaktoren auf die Akzeptanz von Feedback in entwicklungsorientierten Assessment Centern (AC). Sie berücksichtigen in ihrer Studie die Feedbackaussage (positiv vs. negativ), die Persönlichkeit des Teilnehmers sowie die affektive Reaktion unmittelbar im Feedbackgespräch.
- Das AC-Ergebnis korreliert mit der Akzeptanz von Feedback: Ein positives Feedback führt zu hoher Akzeptanz und umgekehrt. (wenig überraschend)
- Interessant ist, dass eine hohe Übereinstimmung zwischen Selbst- und Fremdeinschätzung hinsichtlich der Leistung im AC keinen Einfluss auf den oben genanten Zusammenhang hat. D.h., nur weil ein Teilnehmer seine eigene Performance im AC in Übereinstimmung mit den Beobachtern als schwach erlebt hat, können wir nicht von einer großen Akzeptanz im Feedbackgespräch ausgehen.
- Vielmehr scheint die unmittelbare positive affektive Reaktion auf die Feedback-Session wichtig zu sein, damit auch eine kritische Rückmeldung akzeptiert wird.
- Ein moderierender Faktor ist die Persönlichkeit des AC-Teilnehmers (hier zwei der Big Five: Extraversion und Verträglichkeit). Extraversion korreliert mit der affektiven Reaktion des Feedbackempfängers. Für Personen mit einer hohen Ausprägung auf der Dimension "Verträglichkeit" finden die Autoren ebenfalls einen starken Zusammenhang zwischen affektiver Reaktion auf das Feedback und der Akzeptanz des Feedbacks. Diese Personengruppe sollte man daher im Feedbackgespräch durchaus "aufrütteln" und eine gewisse Betroffenheit erzeugen. Interessant ist die Beobachtung, dass für Personen mit gering ausgeprägter Verträglichkeit kein Zusammenhang zwischen affektiver Reaktion und Akzeptanz des Feedbacks zu finden ist. Vielmehr gilt für diese Gruppe, dass einzig positive Bewertungen durch die Beobachter zu einer Akzeptanz des Feedbacks führen.
- "Emotionale Stabilität" hingegen, schein kein geeignetes Vorhersagekriterium für die Akzeptanz von Feedback nach einem AC zu sein.
Diese Forschungsergebnisse haben Auswirkungen auf die Art und Weise, wie Feedback nach einem DC vermittelt werden sollte. Zunächst sollte eine positive affektive Reaktion beim Teilnehmer hervorgerufen werden. Diese scheint sich auf die Akzeptanz des Feedbacks positiv auszuwirken. Eine besondere Herausforderung für den Feedbackgeber sind Personen mit geringer Ausprägung auf dem Faktor Verträglichkeit.
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