Sie würden sich gerne fachlich weiterbilden, haben aber keine Zeit? Dann gehören Sie vermutlich zur Zielgruppe von getAbstract. Der Dienst bietet Zusammenfassungen von Fachbüchern unterschiedlicher Themenbereiche (unter anderem Personalwesen).
kibit empfiehlt:
Mark R. Edwards und Ann J. Ewen (2000). 360°-Beurteilung - Klareres Feedback, höhere Motivation und mehr Erfolg für alle Mitarbeiter.
Speck P. (2004). Employability - Herausforderungen für die strategische Personalentwicklung.
Jetter W. (2003). Effiziente Personalauswahl - Durch strukturierte Einstellungsgespräche die richtigen Mitarbeiter finden.
Doppler K. und Lauterburg C. (2002). Change Management - Den Unternehmenswandel gestalten.
Braig W. und Wille R. (2006). Mitarbeitergespräche - Gesprächsführung aus der Praxis.
Fazit: Das Konzept geht auf, denn es passt in unsere Zeit. Die Qualität der Zusammenfassungen ist gut. Die wesentliche Schwäche von getAbstract ist die Auswahl der Bücher. Nachvollziehbarerweise orientieren sich die Macher des Dienstes an der Nachfrage des Massenmarktes. Dies führt leider dazu, dass populär-wissenschaftliche Bücher mit (vermeintlich) interessantem Titel und schlichter Kernaussage überrepräsentiert sind. Gehaltvollere Kost für Spezialisten findet man eher selten.
Hinweis: Eingeschränkte Erreichbarkeit in der Karnevalszeit
Ab dem 11.11. um 11 Uhr 11 beginnt auch für uns der Kölner Karneval. Wir sind für Sie erreichbar am Freitag, den 01.02.2008 sowie wieder ab Dienstag, den 05.02.2008. Kölle Alaaf, Kölle Alaaf, Kölle Alaaf!
P-Tests #3: Alles eine Frage der Manipulation? (Fortsetzung)
Bereits der letzte Bericht behandelte das Thema Manipulierbarkeit von P-Tests und deren Validität. Dieser Beitrag stellt die Fortsetzung dar und greift weitere zentrale Fragen aus dem im Herbst 2007 erschienene Artikel von Morgeson et al. auf. Fokussiert werden diesmal der sinnvolle Einsatz von P-Tests in der Personalauswahl sowie zukünftige Forschungsschwerpunkte.
Schon mehrfach habe ich auf diesen Seiten über optische Täuschungen berichtet. Es handelt sich dabei stets um Phänomene, die deswegen so sehr beeindrucken, weil sie auf völlig überraschende Weise unser Gehirn überlisten. Der Betrachter erkennt unmittelbar, wie fehleranfällig seine eigene Wahrnehmung ist und ihn in trügerischer Sicherheit wiegt, obwohl die Realität sich mit seinen Beobachtungen nicht deckt.
Die Analogie auf die verhaltensorientierte Personaldiagnostik auszuweiten, fällt nicht schwer. Jeder Mensch fokussiert seine Aufmerksamkeit auf das, was ihm wichtig erscheint. Es ist ein ökonomisches Prinzip unseres Gehirns, dass vermeintlich unwesentliche Randbeobachtungen ausgeblendet werden und unser Bewusstsein nicht erreichen. Ein fataler Fehler, denn die Wahrscheinlichkeit einer falschen Entscheidung steigt natürlich, wenn nicht alle relevanten Informationen berücksichtigt werden.
Schauen Sie sich dieses unglaubliche Video an:
Der illustrierte Effekt zeigt das Phänomen der Veränderungsblindheit. Weitere Videos und Experimente finden Sie auf der Homepage von Quirkology.